Guillotine-Glasmodelle unterscheiden sich hinsichtlich Mechanismusart, Anzahl der Paneele, Glasstruktur und zusätzlichen Merkmalen. Zwei Systeme, die im Katalog ähnlich aussehen, können im Alltag völlig unterschiedliche Nutzererlebnisse bieten. In diesem Artikel stellen wir die Modellfamilien vor und erklären, welches System für welchen Raum geeignet ist.
Guillotine-Fenstermodelle nach Mechanismus
Manuelles Auswuchtgewichtsmodell
Das Paneel wird durch Gegengewichte in der Säule ausbalanciert und manuell angehoben. Es benötigt keinen Strom und ist äußerst störungsanfällig. Es ist die ideale Lösung für Wohnhausbalkone und Fassaden, die nur ein- bis zweimal täglich genutzt werden. Bei korrekter Balance lässt sich selbst ein schweres Paneel mühelos bewegen.
Motorisiertes Modell
Es arbeitet mit einem Getriebemotor und einem Steuerungssystem. Mehrere Fassaden lassen sich gruppieren und an die Automatisierung anschließen. Es eignet sich besonders für Unternehmen mit vielen täglichen Öffnungs- und Schließvorgängen. Es erfordert eine elektrische Infrastruktur und regelmäßige Wartung.
Halbautomatisches Modell
Dies ist eine Zwischenlösung, die ein Ausgleichssystem mit einer Motorunterstützung kombiniert. Das Bedienfeld kann bei Stromausfall manuell bewegt werden. Sie eignet sich für Projekte, die ein Gleichgewicht zwischen Zuverlässigkeit und Komfort anstreben.

Guillotine-Glasmodelle nach Anzahl der Paneele
Bei zweiflügeligen Systemen wird etwa die Hälfte der Fassade geöffnet, wodurch sich im oberen Bereich eine größere Bauhöhe ergibt. Bei dreiflügeligen Systemen erhöht sich der Öffnungsgrad, die Höhe der einzelnen Flügel verringert sich und die Bauhöhe wird kompakter. Systeme mit vier oder mehr Flügeln werden bevorzugt bei hohen Decken in Gewerbegebäuden eingesetzt; hier ist das Ziel, eine nahezu vollständige Öffnung der Fassade zu ermöglichen.
Mit zunehmender Paneelanzahl steigt auch die Anzahl der horizontalen Profillinien. Steht die optische Einfachheit im Vordergrund, sollte die Paneelanzahl gering gehalten werden; ist hingegen die Spannweite von Bedeutung, sollte sie erhöht werden. Dies ist eine der grundlegendsten Abwägungen bei einem Bauprojekt.
Guillotine-Glasmodelle gemäß der Glasstruktur

Ausgewählte Models
Löschbares Modell
Bei dieser Version lässt sich das Paneel nach innen kippen. Dies ermöglicht die sichere Reinigung der Außenfläche an Hochhäusern. Es handelt sich um eine der am häufigsten nachgefragten Ausstattungsmerkmale bei Wohnbauprojekten.
Eckabbiegemodell
Sie kommt dort zum Einsatz, wo zwei Fassaden an einer Ecke aufeinandertreffen. Die Eckstütze erfüllt sowohl eine statische als auch eine lenkende Funktion. Sie wird bevorzugt in Räumen mit Panoramablick aus der Ecke verwendet.
Modell mit Moskitonetz
Ein gefaltetes Moskitonetz, das sich mit dem Paneel bewegt oder unabhängig davon bedient werden kann, ist integriert. Es erhöht den Nutzungskomfort in Bereichen innerhalb von Grünanlagen deutlich.
Profil- und Farboptionen
Die Profile sind mit elektrostatischer Pulverbeschichtung in Standard-RAL-Farben versehen. Holzdekor-Oberflächen, matte Texturen sowie zwei verschiedene Farbkombinationen für den Innen- und Außenbereich sind möglich. Für Küstenregionen empfiehlt sich eine dicke, korrosionsbeständige Beschichtung. Der Profilquerschnitt muss ebenso robust sein wie er dünn wirkt; die Wandstärke ist im Angebot anzugeben.
Woher kommen die Preisunterschiede zwischen den Modellen?
Es gibt drei Hauptgründe für die Preisunterschiede bei zwei gleich großen Fassaden. Erstens die Mechanik: Ein motorisiertes System verursacht deutlich höhere Ausrüstungskosten als ein manuelles System mit Gegengewichten. Zweitens die Glaskonstruktion: Isolierglas oder Einfachverglasung. Im Vergleich zu gehärtetem Glas gehört es sowohl hinsichtlich des Materials als auch des Gewichts einer anderen Klasse an..
Der dritte Grund liegt im Profilquerschnitt und der Oberflächenbehandlung. Profile mit geringer Wandstärke mögen auf den ersten Blick gleich aussehen, doch im Laufe der Jahre kommt es zu Verformungen und mechanischen Spannungen. Daher sollten beim Vergleich von Angeboten unbedingt die Wandstärke, die Legierung und die Lackdicke (in Mikron) des Profils erfragt werden.
Ausstattungsmerkmale wie abwischbare Paneele, Insektenschutzgitter und Eckverstellmöglichkeiten sind separate Komponenten. Da diese Merkmale oft nicht nachträglich hinzugefügt werden können, sollten Entscheidungen über deren Bedarf bereits in der Projektphase getroffen werden.
Welches Modell befindet sich wo?
Für Wohnbalkone sind manuell oder halbautomatisch betriebene, zwei- oder dreiteilige Doppelglasfenster die ausgewogenste Lösung. Motorisierte, mehrteilige Einfachglasfenster sind an Café- und Restaurantfassaden weit verbreitet. In Hochhäusern mit Büro- und Wohngebäuden zeichnen sich Modelle mit abwaschbarem und Verbundglas durch ihre hohe Sicherheit aus. An Hotelpools und Lobbyeingängen werden Eckfenster bevorzugt.
Checkliste für Guillotine-Glasmodelle
Deckenhöhe und Paketfläche, Fassadenbreite, Nutzungshäufigkeit, Winternutzung, Reinigungsfreundlichkeit und Budget – sobald diese sechs Punkte geklärt sind, ergibt sich das passende Modell von selbst. Der häufigste Fehler ist, sich allein am Preis zu orientieren und die Nutzungshäufigkeit zu ignorieren.
Stöbern Sie in den Produkten.
Sie können die entsprechenden Systemseiten einsehen: automatische Fallglasbalkonsysteme, Faltbare Glasbalkonsysteme, Aluminium-Schiebeglas-Balkonsysteme. Um Ihre Messwerte mitzuteilen und Modulationsvorschläge zu erhalten: Kommunikation.
Kurzbeurteilung
Guillotine-Glasmodelle lassen sich in vier Hauptkategorien einteilen: Mechanismus, Anzahl der Paneele, Glasstruktur und Sonderausführungen. Das passende Modell lässt sich leicht bestimmen, sobald Deckenhöhe, Nutzungshäufigkeit und Anforderungen für den Winterbetrieb geklärt sind.






